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Prothetik-, Biomechanik-
und Biomaterialforschung
Simulation und Optimierung von Implantaten
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An der Paracelsus
Medizinische Privatuniversität
in Kooperation mit fh-Salzburg |
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| Ziel |
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Einführung und Etablierung
der Methode der Prothetik- und Biomaterialforschung durch Finite Element
(FE) Studien und histomorphologische Untersuchungen an der Paracelsus
Medizinischen Privat Universität.
Entwicklung und Verbesserung von Prothesen und Implantaten. Evaluieren
der Interaktion und Biomechanik von Implantaten mit dem sie umgebenden
Hartgewebe mittels FE-Modellen und verifizieren der FE-Ergebnisse
durch histomorphologische Untersuchungen von unentkalkten Hartgewebeschnitten
mit in situ liegenden Metallimplantaten. |
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| Projektbeschreibung |
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Erstellung von
individuellen 3D-Gelenksmodellen des menschlichen Körpers mit
bestehenden oder neu entwickelten Implantprothesen. Diese Modelle
werden aus triangulierten 3D-Finite Elemente (FE) Modellen aus CT/MRT
basierenden Daten generiert. Mit diesen Modellen soll die Belastung
der Hartgewebe (Knochen) und Implantatprothesen unter realen physiologischen
Bedingungen berechnet und analysiert werden.
Die virtuellen 3D-FE Oberflächenmodelle werden unter Verwendung
des Softwareprogramms Mimics (Materialise, Belgien) erstellt. Mimics
wird eingesetzt, weil es alle wichtigen Schritte zur Erstellung von
3D-Modellen auf der Basis von CT- und MRT-Bildern berücksichtigt.
Die Modelle werden zur Beurteilung der strukturellen mechanischen
Eigenschaften des Implantats und der Interaktion mit den individuellen
anatomischen Gegebenheiten und der Belastung auf das Knochengewebe
erstellt. Für die FE-Analysen werden die Modelle in das FE-Programm
ANSYS (ANSYS Inc., USA) exportiert, berechnet und analysiert. |
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| Methodik |
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Finite-Element Methode [FEM]
Mit Hilfe der Finiten Elemente Methode können rasch und ohne
die Anfertigung von Prototypen komplexe Bauteile und Strukturen,
welche den verschiedensten Belastungen ausgesetzt sind, analysiert
werden. Ein virtuelles Modell der zu untersuchenden Prothese oder
Implantat mit dem sie umgebenden Hartgewebe und Muskulatur wird
generiert und die Beanspruchung im Computer nachgebildet.
Das Ergebnis solcher Berechnungen sind Aussagen über die Werkstoffbeanspruchung
und die auftretenden Verformungen. Der Entwickler von Implantaten
und Prothesen ist daher bereits im Entwicklungsvorfeld in der Lage,
die physikalischen Zusammenhänge zu verstehen und Beanspruchungsgrenzen
zu erkennen. Mit FEM-Modellen soll die zeitliche Integration der
Prothese oder des Implantates beginnend mit der Einheilphase und
der Belastungsphase simuliert werden.
Optimierungen lassen sich ohne Herstellen von realen Prototypen
und anschließendem zeitaufwendigen Testung im mechanischen
Labor durchführen.
Ziel ist eine auf den jeweiligen Patienten spezifizierte virtuelle
Modellerstellung durch CT-Daten zu ermöglichen. Anhand dieses
patientenspezifischen Modells kann dann die optimale Prothese entwickelt
werden, deren Form und Materialeigenschaften das Optimum darstellt.
Auf Grund der Daten dieses individuellen Modells sollten dann die
Prothese oder das Implantat via cad/cam Verfahren hergestellt werden.
Die CT-Daten der einzelnen Patienten werden mit dem Programm Mimics
(Materialise, Belgien) segmentiert 3D-Modelle erstellt und eine
FE- Gitterstruktur-Modell generiert. In diese FE-Modelle kann dann
das Implantat virtuell in der gewünschten Lage eingebracht
werden und mit einem FE-Analyseprogramm die Spannungsveränderungen
im Knochen und Implantat untersucht werden.
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Histomorphologische Untersuchung von
Hartgewebsschnitten
Anhand von unentkalkten Hartgewebsschnitten mit den in situ befindlichen
metallenen Implantaten soll das Einheilverhalten von Implantaten
überprüft und mit den FEM-Studien verifiziert werden.
Die Schnitte und Schliffe werden einerseits mikroradiographisch
und lichtmikroskopisch untersucht und ausgewertet. Ebenso kann eine
histomorphometrische Auswertung erfolgen.
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| Projekt HAS-Schulterprothese |
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Es sollen patientenspezifische FE-Modell der Schulter
erstellt werden, in denen die Gelenkspfanne einer HAS-Schultergelenksprothese
(Howmedica Osteonics, Ireland) in verschiedenen Winkeln (65°-45°)
zur ventralen Fläche der Scapula inseriert werden. Die unterschiedliche
Stressverteilung und Scherspannung der HAS-Schulterprothese soll bei
den verschiedenen Winkeln von 65° bis 45° an den Grenzflächen
Prothese / Zement, Zement / Scapula und die Ausbreitung im Schulterblatt
berechnet und analysiert werden. Ziel ist es Aussagen über den
idealen Insertionswinkel der HAS-Glenoidpfanne zu treffen.
In Zusammenarbeit mit Rektor Prim. Univ.-Prof. Dr. Herbert Resch,
Universitätsklinik für Unfallchirurgie, Paracelsus Private
Medizinische Universität. |
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| Mechanische Testung
an der FH Salzburg |
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Materialpresse
Diese Presse wird dazu verwendet neuartige Materialien zu erzeugen
oder bestehende Materialien in unterschiedlicher Art und Weise zu
verbinden oder verformen. Die Presse ist durch die Fähigkeit
zeitabhängig Druck und Temperatur steuern zu können gekennzeichnet.
Dadurch werden chemische und physikalische Vorgänge bei der Materialherstellung
und Materialverformung gezielt gesteuert. |
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Festigkeitsprüfung
Mithilfe der Prüfmaschine ist es möglich Festigkeitseigenschaften
(im Wesentlichen Zug-, Druck-, Biege-, Scher-, Verformungseigenschaften
und viele andere) von Materialien und Verbindungen zu untersuchen.
Mit dieser Universalprüfmaschine ist es möglich Kräfte
bis 250KN aufzubringen wobei die Messgenauigkeit geeignet ist von
Kunststoffen über biogene Materialien bis zu Metall- und Keramiken
alle Materialien zu untersuchen.
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Härteprüfung
Es kann die Oberflächenhärte und wesentliche Oberflächeneigenschaften
von Bauteilen und Materialien untersucht werden.
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Messlabor
Da die Eigenschaften von biogenen Materialien insbesondere durch die
Umgebungsbedingungen beeinflusst werden ist es notwendig, diesen Einfluss
zu kontrollieren und eventuell zu steuern. Aus diesem Grund werden
Klimaschränke und Messapparaturen zur Materialvorbereitung und
Materialbehandlung angewendet. |
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| Kooperationspartner
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| Fachhochschule Salzburg GmbH: |
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Univ.-Doz. Dr. Karl Entacher
(Studiengang ITS) |
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Dr. Alexander Petutschnig
(Forschung am Standort Kuchl).
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| Histomorphometrisches Labor für
Biomaterial- und Hartgewebsforschung |
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Mag. Stefan Tangl
"BERNHARD-GOTTLIEB-UNIVERSITÄTSZAHNKLINIK"
Universitätsklinik für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde
Ges.m.b.H
Abteilung für Orale Chirurgie, Leitung: O. Univ.-Prof.
DDr. Georg Watzek
Währinger Straße 25a, A-1090 Wien
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| Publikationen |
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- Peter Schuller-Götzburg, Karl Entacher,
Alexander Petutschnigg, Michael Eichriedler, Rosemarie Forstner
und Herbert Resch, Entwicklung von 3D-FE Modellen zur Simulation
und Optimierung von Implantaten. BIOmaterialien 2006; 7(4), 263-270.
- Schuller-Götzburg, P.,
Suchanek. Odontologists successfully identify Tsunami victims
in Phuket, Thailand. Forensic Science International (in press)
2006.
- Schuller-Götzburg, P., Eichriedler, M., Entacher,
K., Petutschnigg, A., Forstner, R., Resch, H. Development of CT
/MRI-based 3D models for implant simulation and optimization.
(Abstract) J Biomech, 39, Supp1 424, 2006.
- Schuller-Götzburg, P., Suchanek, J., Gugler,
J. Identifizierung der Tsunamiopfer im Thai Tsunami Victim Identification-Information
Management Center (TTVI-IMC) in Phuket, Thailand. Z Stomatol,
102, 4 109-113, 2005.
- Schuller-Götzburg, P., Entacher, K., Petutschnigg,
A., Resch, H. Erstellung von CT/MRI basierenden patientenbezogenen
3D-FE Modellen zur Berechnung von Implantaten. Creation of CT/MRI
based 3D-FE models for implant simulation and optimizing. (Abstract).
Biomaterialien, 6, 2 129, 2005.
- P. Schuller-Götzburg, K. Entacher, A. Petutschnigg,
H. Resch (2005). Erstellung von CT / MRI basierenden patientenbezogenen
3D-FE Modellen zur Berechnung von Implantaten. Internationale
Biomechanik- und Biomaterial-Tage München, 8.-9. Juli 2005.
- Schuller-Götzburg, P., Sattlegger, P., Grossschmidt,
K., Schachner, P. 3D-Implantatplanung und Stereolithographie-Implantatbohrschablonen.
Z Stomatol, 101, 3, 55-59, 2004.
- Schuller-Götzburg, P., Krenkel, Ch., Reiter,
T.J., Plenk jr., H. Bone Computional Biomechanics and Histomorhphology
around Lag Screw with and without a Biconcave Washer. J Biomech,
32, 511-52, 1999.
- Enislidis, G., Pichorner, S., Schuller-Götzburg,
P. Die Osteosynthese von Kieferwinkelfrakturen mit einer solitären
Zugschraube nach Krenkel - Indikationen, Technik und klinische
Resultate. Z Stomatol, 94, 83-90, 1997.
- Schuller-Götzburg, P. Die funktionsdynamische
Unterkieferrekonstruktion. Biomechanische- und Histologische Untersuchungen.
MD-Theses, Medical Faculty University of Vienna. 1995.
- Schuller-Götzburg, P., Krenkel, Ch., Falkensammer,
G., Plenk jr., H. The Caudal Mandibular Reconstruction Plate:
a Radiographic and Histologic Study of an Autopsy Specimen. British
Journal of Oral and Maxillofacial Surgery 30, 174-179, 1992.
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| CV |
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Education and Professional Career:
1977 - 1981 Apprenticeship as a dental
technician, Salzburg
1982 Apprentices' Final examination for dental technicians
1981 - 1985 Worked as a dental technician
1982 - 1987 National Secondary School for Employed Students, Salzburg
1987 - 1995 Studied medicine at the University of Vienna
1995 Degree of doctor of medicine, University of Vienna (Dr. med.
univ., MD)
1995 - 1997 Specialisation training in dentistry, University Clinic
of Dentistry, Vienna
1997 State examination as a specialist in dentistry; passed with honours
1998 Assistant doctor at the Clinic of Oral and Maxillofacial Surgery
(Prof. Ewers), General Hospital of Vienna
2000 Degree of doctor of dentistry, University of Vienna (Dr. med.
dent., DDS)
2004 Programleader for prosthetics, biomechanics and biomaterials
research at the Paracelsus Medical Private University |
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Honors:
Selection and presentation of the Theses amongst the eight best theses
of the year 1995 for the "Wilhelm Auerswald Award" on 24th
April 1996. |
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Research Activities:
Research-Project of OeNB-Project No 4729 "Jubiläumsfonds
der Österreichischen Nationalbank".
Scholarship from the Austrian Federal Ministary for Sience and Research
1995. |
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| Kontakt |
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Leiter des Forschungsprogramm für
Prothetik-, Biomechanik- und Biomaterialforschung
DDr. Peter Schuller-Götzburg
Tel: +43 (0)662 44 2002-1244
Fax: +43 (0)662 44 2002-1209
E-Mail: peter.schuller-goetzburg@biomechanik.at
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Strubergasse 21 | 5020 Salzburg |
AUSTRIA
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